Dard-i door – ein ferner Schmerz

Juni 21:00 Uhr

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München 1967: die Stadt ist eine der Stationen der Reise von Schah Mohammed Reza Pahlavi durch Deutschland. Auch hier protestieren Studierende gegen den Schah-Besuch, die deutschen Sicherheitsbehörden sind nervös und verhaften iranische Studierende ohne begründeten Verdacht. Einer von ihnen ist Mohammad Reza Askari-Motlagh. Als Arzt sorgt er in den 1980er Jahren für die Einreise und Behandlung von Kindern aus dem Iran-Irak-Krieg nach Deutschland. 

Der Kontrabassist Reza Askari schreibt Musik für seine eigenen Bands, hat musikalisch bislang jedoch keine persönlichen Themen berührt. Gemeinsam mit der Spoken-Word-Künstlerin Tanasgol Sabbagh nähert sich Askari der komplexen und auch widersprüchlichen Vaterfigur. Sabbagh schreibt Gedichte und performative Texte, in denen sie gesellschaftliche Missstände aus persönlicher Perspektive aufgreift. Die beiden Künstler_innen loten aus, inwiefern sich ihre Erfahrungen ähneln, ihr Selbstverständnis und ihre Haltung zu politischen und gesellschaftlichen Themen geprägt haben. Ein Schlüssel dafür ist der Rhythmus, der das Instrument Kontrabass und die Spoken-Word-Performance verbindet.

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Klangteppich 2022 Programm:

2.-3. Juni, 21:30 Uhr
Pariyestan

3. Juni 18:00 Uhr
FREQ.EXP